U-Boot, Doktorfisch und Räucherlachs

Bereits gestern hatte Renke die U-Boot  Safari ausfindig gemacht und war Feuer und Flamme. Meine Begeisterung hielt sich gelinde gesagt bis zum Schluss in Grenzen. Doch die Safari entpuppte sich tatsächlich als tolles Erlebnis. Abgetaucht mit einem gelben U-Boot bis auf 30m tiefe haben wir viele Fische gesehen und als Highlight einen großen Rochen, der um ein altes schiffswrack schwamm. Fische so natürlich und hautnah zu sehen war fantastisch. Bis auf Playa Blanca hatten wir nun wirklich jedes etwas größere Dorf gesehen und so sind wir dann doch noch in die Touristenhochburg gefahren. Wir waren überrascht, dass man im Gegensatz zur Betonwüste Arrecife doch einige Vorteile genießen kann. Denn es gibt Gastronomie und Läden an jeder Ecke und dazu einen tollen Strand mit atemberaubenden Blick auf Fuerte Ventura, was nur ein paar Kilometer entfernt ist. 

  
Als absolutes Highlight entpuppe sich das „Fish Spa“. Dort warteten die Doktorfische bereits auf Kundschaft. Renkes Füße entpuppten sich als Festmahl. Eine klassische Win-Win Situation, die Fische werden für Tage satt sein, Renkes Füße hoffentlich zart und geschmeidig für Wochen. Anfänglich war es wohl sehr kitzelig, später dann sogar entspannend? 

  
Nachdem wir nun wirklich alle Ortschaften auf Lanzarote abgegrast hatten, blieb uns nur noch die „Entschleunigung“ also das Nichtstun im Hotel. Dies gelingt mit einem Buch, bei Renke „per Anhalter du h die Galaxis“, bei mir „zwei Jahre, acht Monate und achtundzwanzig Nächte“ und einem Glas Tinto de Verano. Den glänzenden Abschluss unseres Urlaubes hatten wir in einem schicken Restaurant, wo wir uns ein 7 Gänge Menü gönnten. Die Küche war deutsch/kanarisch und legte viel wert auf regionale Produkte. Highlight waren die Paprikasuppe, die Lammschulter und der geräucherte Lachs. Einfach lecker! 

  

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Rausch in der Dusche?!

Es hat ein paar Tage gedauert, aber seit heute bin ich mir sicher:
unser Hotel-Shampoo riecht exakt wie Becherovka!!

Bereits seit Tagen musste ich beim Duschen ständig ans letzte Skiwochenende im Januar denken, wo wir mit zu wenigen Leuten, eine zu große Flasche von diesem fiesen Brand geleert haben (jeder musste „Rest-Bestände“ mitbringen).

Wer es nicht glaubt, ich werde ein Probefläschchen außer Landes schmuggeln! 😆

Der Grund warum ich das hier schreibe ist, dass uns so langsam die Attraktionen auf Lanzarote ausgehen. Es rächt sich, dass wir in den ersten Tagen zu ambitioniert waren und immer gleich mehrere Highlights konsumiert haben. Das, sowie die einhellige Meinung, dass Strandtage verlorene Tage sind und dass wir keine Kinder haben, die in Freizeitparks bespaßt werden müssen/können, führte heute dazu, dass wir einen Spaziergang gemacht haben 😂
  

Der war allerdings sehr schön, entlang der Küste von Puerto Calero nach Puerto del Carmen und zurück. Beide Orte sind eher das „El Arenal“ von Lanzarote, was man am Publikum, aber eben auch am Trubel merkte. Im Vergleich dazu ist es bei uns in Arrecife sehr beschaulich. 

Danach ging es zum Museo de Campesino, einer weiteren von Manrique geschaffenen „Attraktion“ die vornehmlich von Reisebussen angefahren wird 😳
Das Bauern- und Handwerksmuseum war nicht wirklich spannend, dafür war aber die Küche gut, was wir natürlich schon vorher wussten und weswegen wir hier hin mussten!!

  
Damit war das Rahmenprogramm aber leider schon beendet und wir haben den Rest des Nachmittags auf der Hotelterasse mit unseren Büchern und einem Glas Tinto de Verano verbracht. 

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Kaktusse, Hölen und unterirdische Seen

Kombiticket macht’s möglich! Heute haben wir uns gleich drei Highlights vom Lanzarote angesehen. Angefangenhaben wir im Jardin de los Cactus, und…. Wer hat’s erfunden? Natürlich mal wieder César Manrique. Überraschend die Vielfalt der Kakteen und die möglichen Interpretationen, was diese darstellen.  

  
Nach einem ordentlichen Kaffee ging es weiter zum Aqua de las Jameos, einer Höhle in der seltene Albino Krebse leben. Abgesehen von einem Museum mit typischen 70er Jahre Interieur, eher unspektakulär, aber wie für Manrique so üblich, architektonisch sehr ansprechend. 

 

Das Mittagessen im Hinterland war dann aber wieder durchaus spannend, denn Renke wählte eine aus meiner Sicht eher auf „Frittiertes“ spezialisiertes Restaurant, welches sich dann doch als erstaunlich lecker herausstellte. Zum Abschluss besuchten wir noch die „Cuevas verdes“, einen Tunnel, geschaffen von einem Lava Strom, der vom Vulkan Corona nach Ausbruch in Richtung Meer floss (die „Aqua de las Jameo“ sind übrigens ein Teil dieses Hölensystems). Definitiv der Höhepunkt der heute besuchten Attraktionen.  

Wie auch schon bei den anderen beiden „Highlight’s“ waren wir trotz passendem beige/weiß Outfit die Youngster unter den Rentnern 😃

Auf dem Heimweg, sind wir heute endlich bei dem netten Café angehalten, was leider recht lieblos an Straße liegt an der wir schon so oft vorbei gekommen sind. Die Kuchen waren superlecker und der Kaffee weckte nochmal ein paar Lebensgeister. 

Jetzt nach einer Flasche Rioja wird man sehen, ob wir uns noch zu einer Abendaktivität aufraffen können. 😜

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Schwitzen auf La Graciosa

Einen einzigartigen Blick auf die Insel hat man vom Aussichtspunkt Mirador del Rio einem der „Must Sees“ in Lanzarote. Wie so vieles hier auf Lanzarote ist die Architektur stark an die 60er angelehnt und erinnert verblüffend an die Verstecke der Bösewichte aus den alten James Bond Filmen, die ja auch bevorzugt in Vulkanen oder Höhlen wohnten 😃
  Der Blick ist auf jeden Fall atemberaubend schön und endlich gibt es einen leckeren Kaffee. Kaffee ist nämlich wirklich das einzige, was es an unserem Frühstücksbüffet leider mangelhaft ist. Mit ein klein wenig Glück erreichen wir danach gerade noch so die Fähre nach La Graciosa. Renke liebt den Seegang, mein Magen findet die Situation „noch“ eben erträglich. Angekommenen, leihen wir wir uns zwei Mountainbikes aus und es geht sofort los. Stopp, vorher werden noch eine Flasche Wasser und abgepackte Schokocroissants gekauft. Die Sonne brät auf uns herunter. Renke trägt bei gefühlten 30 Grad seine Kapuzenpulli, ich habe mir ein Tuch um den Kopf gebunden und sehe sehr arabisch stämmig (und sportlich) aus. 

  
Die Natur ist sehr vielfältig. Die Farbe der Erde ändert sich ständig, wir kommen ans steinige Meer und später an einen traumhaften weißen Sandstrand. An Baden ist aufgrund der Mittagshitze nicht zu denken. Wir radeln über Stock und Stein, teilweise durchaus abenteuerlich. Infrastrukturell gibt es nicht, weshalb wir um unseren Proviant besonders froh sind. Nach ca 3h sind wir wieder im Hafen und holen uns ein paar Teilchen beim Bäcker. 

Zurück im Hotel machen wir unsere mittlerweile gewohnte Brotzeit, diesmal mit Käse, Schinken, Baguette, Rotwein, Anchovis und Humus und schlafen dann tatsächlich ein, ohne das Hotel nochmal zu verlassen (um 18:00 Uhr). 

Unsere rote Haut wird es uns danken. Vermutlich kann eine Sonnencreme mit LSF 10 und Haltbarkeitsdatum 2011 doch nicht mehr allzu viel 😇

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Timanfaya Nationalpark

Fußbad im Kaviar. Schwarzer Kiesstrand vs. Weißer Sandstrand, wir waren uns heut einig, dass (zumindest im Frühling) schwarz voll cool, bzw. „hot“ ist 😜 

Das tolle daran ist nämlich, dass die Steinchen alle schön abgerundet und klein sind und somit auch nicht so an den Füßen kleben. Außerdem speichert der schwarze Stein die Wärme hervorragend, was vermutlich im Hochsommer etwas unangenehm wird 😜 Bei 20 Grad Lufttemperatur ist es aber schön warm.    

Nach unserem leckeren Hotelfrühstück ging’s in den Timanfaya Nationalpark. Die Vulkanausbrüche von 1734 haben eine bizarre Landschaft hinterlassen. Wir sichern uns die letzten Plätze im Bus, natürlich auf der richtigen Fotoseite, nämlich rechts wie Renke von Björn noch gebrieft wurde. Der große Reisebus schlängelt sich auf engen Straßen und wir lauschen den dreisprachigen Erläuterungen. Der Geysir entpuppt sich zwar als etwas mit Wasser nachgeholfene Touristen Attraktion, ist aber trotzdem ganz nett. 

   
   
Weiter geht’s nach El Golfo, wo wir die steile Küste bewundern und uns dann ein fantastisches Fischgericht gönnen. Schnell den Tischnachbarn über die Schultern geschaut und gefragt, was sie da haben. Cherne (Wrackbarsch), eine Barschart, kurz gegrillt einfach lecker. Gestärkt geht es weiter der Küste entlang, bis zu Los Hervideros, einer Höhle in welche das Meer mit brechenden Wellen hinein rauscht. Lediglich der Abschluss des Tages, hausgemachter Kuchen aus der Tiefkühltruhe mit Sahne aus der Sprühdose macht mich sauer. Für 4 Euro Kalorien zu sich zu nehmen, die nicht mal schmecken, das ist einfach nicht richtig. Heute Abend haben wir den festen Vorsatz nochmal das Hotel zu verlassen, ob das klappt?

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Auf den Spuren von César Manrique

Unterwegs durch schwarzes Geröll. Der prägende Satz des heutigen Tages war „kuck mal, da ist unser Hotel“. Denn tatsächlich unser Gran Arrecife Hotel ragt mit seinen 17 Stockwerken weit über die Weißen Häuserdächer hinaus und ist weithin zu sehen. César Manrique würde sich wohl im Grab umdrehen, hat er sich doch ein Leben lang für die landschaftliche Erhaltung Lanzarotes eingesetzt. Mit ihm begann auch der heutige Tag. Besuch in der „Fondacion Manrique“, die eingebettet in Lavagestein unter Nutzung von Lavablasen, wunderschön gelegen ist. Da noch früh am Morgen sind nur wenige Touristen mit uns vor Ort. Ach ja, ich falle unter den vielen Senioren mit zeitlosem beigen Outfit kaum auf. Renke mit seinem unsagbar modernen lila Schal spielt da natürlich in einer anderen Liga. Es folgt ein Tanz auf dem Kraterrrand eines inaktiven Vulkans, auf welchem es stark windet. Zurück im Touristengewimmel stärken wir uns mit Salatblättern für 2,50 Euro und einem ziemlich guten Möhrenkuchen. Es folgt die Fahrt nach Haria, zur Besichtigung vonManrique  Wohnhaus. Dieses ist allerdings weniger beeindruckend. Dem Touri Markt, den Renke nicht als solchen empfindet, sondern mit Live Musik sicherlich ausschließlich für Einheimische gedacht ist, können wir mehr abgewinnen. Genug Kultur für heute. Zum Abschluss führt uns der Weg ans Meer mit ungewohnt schwarzem Strand. Es faucht das Wasser wie ein Löwe beim Eintreten in eine unterirdische Höhle. Im Supermarkt kaufen wir ein, für den dringend überfälligen Vorabend Snack. Und jetzt schläft Renke friedlich, leicht schnarchend wie der Seelöwe,während ich begeistert bin über die Autokorrektur, die die kryptisch vertippten Worte überraschend gut erkennt und berichtigt.

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Lanzarote Tag 1

Wer war nochmal auf die Idee mit Lanzarote gekommen? Die Ereignisse scheinen sich mal wieder zu überschlagen. Heute Morgen hat Renke quasi noch die Unterschrift unter seinen Vertrag bei seiner neuen Firma gesetzt und jetzt sind wir schon auf der windigen Insel bei 21 Grad. Der Vormittag war geprägt mit Feiern und Freude, dass die Jobsuche in Nürnberg so gut geklappt hat und allem Anschein nach für Renke einen tollen Job gebracht hat. Endlich angekommen in der schönen IG Metall Welt mit bezahlten Überstunden! 👍🏻 

Flug und Ankunft in Lanzarote sind unspektakulär, wir nutzen noch den frühen Abend, um die Stadt zu erkunden. Was uns erwartet ist erstaunlich menschenleer und wirkt toruristisch, wobei wir überraschend viel Spanisch hören. 

  
Wir folgen mal wieder dem tripsdvisor Tipps und essen um 20 Uhr ein paar Tapas und trinken ein Gläschen. Wir sind der festen Ansicht, dass wir ganz landestypisch spät zum Abendessen gehen. Es zeigt sich allerdings, dass erst bei unserem verlassen der Bar die anderen Tische gegen 22 Uhr alle besetzt sind. Egal, die Sardellen, die fälschlicherweise als Sardinen getarnt sind und die Tortellia haben uns reif für die Heia gemacht.

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